Chicozapote

Árbol del chicle, chapote, peruétano, xicotzápotl, zapote chico (MX); níspero (CR, NI, PA); sapodilla (BZ); zapote (GT, HN); zapote de carne (CO)


Kurzzeichen DIN EN 13556

XX11

Botanische Bezeichnung

Manilkara zapota, Familie Sapotaceae

Verbreitung

Südöstliches Mexiko, Mittelamerika, kultiviert im nördlichen Südamerika (Kolumbien, Venezuela) sowie auf den karibischen Inseln und in Südostasien

Handelsnamen

Árbol del chicle, chapote, peruétano, xicotzápotl, zapote chico (MX); níspero (CR, NI, PA); sapodilla (BZ); zapote (GT, HN); zapote de carne (CO)

Kurzbeschreibung

Chicozapote ist in seinem Verbreitungsgebiet ein wichtiger Bestandteil der tropischen Wälder. Traditionell sind es vor allem die Nicht-Holzprodukte wie Latex (chicle, das Rohmaterial für die Herstellung von Kaugummi) sowie die essbaren Früchte (mamey), seit präkolumbianischer Zeit ein wichtiger Bestandteil der täglichen Diät der Mayavölker. Das sehr harte und dauerhafte Holz ist in vielen Aspekten dem brasilianischen Massaranduba (Manilkara spp., No. 114) vergleichbar, wird aber lokal kaum genutzt da die Produkte des lebenden Baumes (Latex, Früchte) eine bessere Einkommensquelle sind, als das schwierig zu bearbeitende Holz. Von Bäumen, die nicht mehr wirtschaftlich beerntet werden können, steht jedoch ausreichend Schnittholz für den Objektbereich zur Verfügung

Farbe und Struktur

Kernholz im frischen Zustand fleischrot, im trockenen Zustand gleichmäβig dunkel violettbraun, deutlich abgesetzt vom rosagrauen Splint. Zuwachszonen makroskopisch nicht wahrnehmbar. Maserung wenig auffällig, Textur fein und gleichmäβig. Faserverlauf mit Wechseldrehwuchs. Trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch.

Gesamtcharakter

Farblich wie strukturell homogenes Holz von sehr hoher Dichte und Härte, von feiner Textur und meist mit schlichtem Holzbild.

Bearbeitbarkeit

Sehr schweres und hartes Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die in etwa im Bereich von Bongossi und ähnlich schweren Hölzern liegen. Die Bearbeitung mit Handwerkzeugen ist wegen der großen Härte erschwert. Bei maschineller Bearbeitung lassen sich jedoch qualitative hochwertige Oberflächen und Kanten erzielen vorausgesetzt, es werden Hartmetall bestückte Werkzeuge verwendet. Für Nägel und Schrauben muss vorgebohrt werden, die Verklebung mit handelsüblichen Weiβleimen ist schwierig.

Trockung

Die hohen aber wenig unterschiedlichen Schwindwerte ergeben ein gutes Stehvermögen. Die Freilufttrocknung des nahezu undurchlässigen Holzes verläuft sehr langsam bei nur geringer Neigung zu Rissbildung und Verformungen. Eine Vortrocknung (Freiluft, Solar) bis zum Fasersättigungsbereich (um 30% Holzfeuchte) ist zu empfehlen. Die konventionelle technische Trocknung erfordert eine sehr vorsichtige Führung, gefolgt von einer ausreichenden Konditionierung.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2)

1

Verwendungsbereiche

Konstruktionsholz für starke Beanspruchungen im Innen- und Außenbau wo keine großen Mengen und Dimensionen erforderlich sind; Fußböden in Handwerk- und Industrieanlagen, Kunsthandwerk, Figuren von Brettspielen, Teile von Musikinstrumenten, etc.

Literatur

Pennington, T.D. y Sarukhán, J. 1998. Árboles tropicales de México. Universidad Nacional Autónoma de México, Fondo de Cultura Económica. 521 pp.

 

OFI-CATIE 2004. Árboles de Centroamérica – un manual para extensionistas. Oxford Forestry Institute (OFI) y Centro Agronómico Tropical de Investigación e Enseñanza (CATIE). Publicación en línea: herbaria.plants.ox.ac.uk/adc/downloads/capitulos_especies_y_anexos/manilkara_zapota.pdf

Gewicht frisch

1300 kg/m³

Gewicht lufttrocken

1,09-1,21 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

57-73 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

118-180 N/mm²

Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15

10980-16240 N/mm²

Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet

17-23 kN

Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15

60-78 N/mm²

Differentielles Schwindmass (radial)

0,33 %

Differentielles Schwindmass (tangential)

0,41 %

Bilder