Makore

Baku (für Makoré), Okola (für Doukai)


Kurzzeichen DIN EN 13556

TGHC

Botanische Bezeichnung

Tiegemella heckelii (für Makore), Tieghemella africana (für Douka)

Verbreitung

on Makoré - Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Liberia, Nigeria; von Douka - Gabun, Äquator.-Guinea, Kamerun, Kongo.

Handelsnamen

Baku (für Makoré), Okola (für Doukai)

Kurzbeschreibung

Die westafrikanischen Hölzer Makore und Douka sind botanisch sehr nahe verwandt; sie entsprechen sich im Aussehen uni in den Eigenschaften so weitgehend, daß beide Arten oft für den gleichen Zweck verwendet werden und daher gemeinsar zu beschreiben sind. Das mit diesen beiden Hölzern ebenfalls nahe verwandte und ein steigendes Interesse erhaltende Moabi sowie andere sehr ähnliche Hlzer werden im Merkblatt 97 beschrieben.

Farbe und Struktur

Splint 4 bis 8 cm breit, bei geringeren Durchmessern junger Bäume auch breiter; Färbung blaß rosa. Kernholz hellrot bis rotbraun, teils durch dunklere Spätholzzonen schwach gefladert und auf Radialflächen leicht streifig.
Poren mittelgroß, in radialen Gruppen zerstreut und auf Radialflächen oft deutlicher hervortretend; im Kernholz immer mit feinhäutigen Thyllen verstopft. Markstrahlen fein, teils stockwerkartig angeordnet und das Holzbild nicht beeinflussend. Speicherzellen auf Querschnitten als schmale Bänder und auf tangentialen Flächen nur als sehr feine, helle Fladern undeutlich erkennbar. Faserverlauf häufig wechseldrehwüchsig und radial deutliche Glanzstreifen erzeugend.
Trockene Hölzer ohne spezifischen Geruch.

Gesamtcharakter

Mäßig porige, glattflächige und farblich meist einheitlich rötlichbraune Hölzer.

Verwendungsbereiche

Austauschhölzer
Für gebeizte oder bedruckte Furniere, u.a. als Nußersatz wie das aus gleicher Familie stammende Aningre, als Furnier oder Schnittholz für die Rothölzer Sipo und Sapelli.
Als Furnierholz für die Plattenherstellung sowie als Rahmenholz oder schweres Bauholz besitzt das mit Makore und Douka botanisch nahe verwandte Moabi (Baillonella toxisperma) sehr ähnliche Eigenschaften; es ist praktisch von gleichartiger Struktur, einer meist etwas dunkleren Färbung und größeren Härte, wodurch es mehr dem Douka entspricht.
In den tropischen Ländern Afrikas, Amerikas und Asiens sind noch weitere verwandte Arten ähnlicher Struktur verbreitet, die jedoch meist schwerer und dunkler sind, wie z. B. das Bitis aus Südasien, das Massaranduba aus Brasilien und das afrikanische Mukulungu (Merkblatt 97- Moabi und verwandte schwere Holzarten).

Anmerkungen
Die für Makoré auch verwendete Bezeichnung Afrikanisch Birnbaum beziehungsweise Pearwood ist, obwohl eine farbliche Ähnlichkeit zum echten Birnbaum bestehen kann, unzutreffend.

Literatur

Anonymus: Bootsbauhölzer; Bundesamt f. Wehrtechnik, VG 8/244/1, BeuthVertrieb Berlin.
A.T.I.B.T.: Nomenclature Generale des Bois tropicaux. Nogent-sur-Marne 1982?
Farmer, R. H.: Handbook of Hardwoods. B.R.E Princes Risborough/G.B. 1972.
C.T.F.T.: Makore u. Douka, in Bois et Forêt des Tropiques, No. 41/42, Nogentsur-Marne 1955.
Dahms, K.-G.: Afrikanische Exporthölzer. DRW-Verlag, Stuttgart 1982.
Gottwald, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag, Hamburg 1958.

Gewicht frisch

850 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

53 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

103 N/mm²

Bilder