Meranti, Gelbes

Meranti Damar hitamkuning, Kuning, Seraya kuning, Yellow Meranti, Yellow Seraya


Kurzzeichen DIN EN 13556

SHYM

Botanische Bezeichnung

Shorea faguetiana, Shorea resinanigra und andere Arten der Untergattung Richetia der Gattung Shorea; Familie der Dipterocarpacee

Verbreitung

Malaysia, Indonesien, Philippinen

Handelsnamen

Meranti Damar hitamkuning, Kuning, Seraya kuning, Yellow Meranti, Yellow Seraya

Kurzbeschreibung

Das Gelbe Meranti besteht, wie das Rote und das Weiße Meranti, aus mehreren botanisch nahe verwandten Arten der Gattung Shorea. Die Hölzer dieser Farbgruppe unterscheiden sich vom Roten Meranti vor allem durch die helle Farbe, von dem Weißen Meranti dagegen durch andere Verarbeitungseigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten, wie sie in den Blättern Nr. 5 (Rote Meranti, Rotes Seraya, Rotes Lauan, Rotes Balau) und Nr. 31 (Weißes Meranti) beschrieben sind. Das Gelbe Meranti ist von den genannten Gruppen das bisher weniger bekannte Holz, kann aber zunehmend importiert werden, da es im europäischen Klima als Vollholz bessere Einsatzmöglichkeiten hat als in den tropischen Erzeugerländern und entsprechende Vorräte bestehen.

Farbe und Struktur

Splint gelblich grau bis gelblich weiß und 4 bis 7 cm breit. Kernholz gleichmäßig gelb, am Licht langsam gelblich braun nachdunkelnd und sich nur schwach vom Splint unterscheidend, den nachgedunkelten Hölzern des Weißen Meranti farblich ähnlich oder gleich. Poren mittelgroß bis grob, leicht radialgeordnet und gleichmäßig zerstreut, das Holzbild beeinflussend. Holzstrahlen fein, nur als Spiegel deutlich erkennbar. Speicherzellen seiten und dann nur auf glatten Querschnitten als helle Bandstücke noch wahrzunehmen. Harzkanäle (vertikal), im Durchmesser feiner als die Poren, in tangentialer Bändern mit unregelmäßigen, bis z.T. mehreren Zentimetern weiten Abständen; durch weiße Harzanfüllungen auf Längsflächen als helle Fladern oder sehr feine Linien noch erkennbar (wie bei Rotem und Weißem Meranti).
Faserverlauf sehr gleichmäßig, meist mit leichtem Wechseldrehwuchs einer Glanzstreifen erzeugend; Neigung zu Kurzbrüchigkeit (brittle heart) im innersten Kernholz geringer als bei anderen hellen Meranti-Hölzern.

Gesamtcharakter

Auffällig gleichmäßig strukturiertes Holz mit einer relativ geschlossenen Oberfläche; mäßig schwer, von gleichmäßig heller Färbung, den nachgedunkelten Hölzern des Weißen Meranti, Weißen Seraya und Weißen Lauan sehr ähnlich.

Verwendungsbereiche

Aufgrund der guten Verarbeitungseigenschaften, der noch ausreichenden Witterungsfestigkeit und der gleichmäßigen hellen Färbung ist Gelbes Meranti vielseitig einsetzbar. Als Vollholz für leichte Konstruktionen, Fensterläden, Dachunterschläge, Futter, Bekleidungen, Wand- und Deckenverkleidungen, außerdem für Möbelteile wie Stollen, Schubkastenseiten und Vorleimer. Als Furnier: für Platten im Möbel- und Innenausbau sowie für Container, beschichtete Schalungsplatten und Bootsbau.

Austauschhoelzer

Als Vollholz für Limba, Framire, Weißes Meranti und Nadelhölzer entsprechender Festigkeitseigenschaften: als Furnier zur Sperrholzerzeugung, für Limba, Weißes Meranti, Weißes Seraya und Okoume.

Literatur

Brazier, J.D.: Meranti, Seraya und allied Timbers. For. Prod. Res. Bull. No. 36; Princes Risboroug/G.B., 1956.
Burgess, P. F.: Timbers of Sabah. Sabah For. Res. No. 6, Sandakan, 1966.
Dahms, K.-G., Meranti, Yellow; in Holz-Zentralblatt No. 12, Stuttgart, 1965.
Gottwald, H.: L'Identification et l'Appellation des Bois de Lauan et de Meranti; in Rev. Bois For. Trop. No. 121: Paris, 1968.

Gewicht frisch

850 kg/m³

Gewicht lufttrocken

590 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

46 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

86 N/mm²

Bilder