Redwood

California Redwood, Kalifornisches Rotholz, Sequoia, Vavona für Maserholz.


Kurzzeichen DIN EN 13556

SESM

Botanische Bezeichnung

Sequoia sempervirens, Familie der Taxodiaceen

Verbreitung

Westküste der USA (südl. Oregon, nordwestl. Kalifornien)

Handelsnamen

California Redwood, Kalifornisches Rotholz, Sequoia, Vavona für Maserholz.

Kurzbeschreibung

Das kalifornische Redwood ist in einer nur kleinen Region der nordamerikanischen Westküste verbreitet, wo es einmal in großen Mengen vorkam. Aufgrund der Nähe zu den sich schnell entwickelnden Städten an der pazifischen Küste, der leichten Verarbeitung und der vielseitigen Verwendbarkeit des Holzes wurden die Bestände bis zum Beginn einer geregelten Forstwirtschaft stark übernutzt. Das jetzt erhältliche Holz stammt aus begrenzten und kontrollierten Einschlägen, die durch beständige Neupflanzungen ergänzt werden. Die das kalifornische Redwood liefernde Nadelholz-Art ist mit dem geschützten Bigtree oder Mammutbaum gleicher Region verwandt, wie auch der in Europa kultivierte chinesische Urwelt-Mammutbaum.

Farbe und Struktur

Splint 2 bis 4 cm breit, weiß bis gelblich grau, Kernholz (trocken) zunächst rötlich mit leicht violetter Tönung, nach längerer Belichtung rötlich braun und matt glänzend, ähnlich Western Red Cedar, jedoch meist dunkler und von einheitlicherer Färbung. Poren (Gefäße) nicht vorhanden. Holzstrahlen sehr fein, nur auf radialen Flächen als kleine, unter 1 mm hohe Spiegel noch erkennbar. Jahresringe durch ein schmales, aber scharf abgesetztes und dunkel rotbraunes Spätholz gut erkennbar, auf Längsschnitten als ausgeprägte Fladerung (tangential) bzw. als Streifung oder Linierung (radial) hervortretend (vgl. Eigenschaften).
Aufgrund des sehr hohen Baumalters kann die Breite der Jahresringe zum Stammrand kleiner als 1 mm sein, wodurch ein besonders feinjähriges Holz mit weniger deutlich hervortretender Struktur entsteht.

Gesamtcharakter

Rotbraunes, meist fein und gleichmäßig strukturiertes Nadelholz.

Verwendungsbereiche

Redwood wird vor allem in flächenbildender Form verwendet, wo es neben geringem Gewicht auf eine ansprechende Naturfärbung und Struktur ankommt. Hierbei kann es im Innenausbau für Akustik-, Wand- und Deckenbekleidungen, Raumteiler, Leisten und Rahmenwerk sowie wegen der guten Witterungsfestigkeit auch im Außenbau für Fassaden, Wand-, Balkon- und Garagentor-Verkleidungen, Windfedern, Dachunterschläge, Stirnbretter, Fensterläden, Pergolen und in Feuchträumen, wie in Schwimmhallen oder Badezimmern verwendet werden. Wegen der guten Standfähigkeit ist Redwood ebenfalls für leichte Rahmenkonstruktionen sowie für Stollen- und Einbaumöbel geeignet. Eine besondere Verwendung liegt in der Herstellung von Resonanzböden und Orgelpfeifen. Aufgrund der geringen Druckfestigkeit des Redwood sind Verwendungen mit entsprechenden Beanspruchungen zu vermeiden.

 

Austauschhölzer
Ein Holz aus der gleichen Familie mit ähnlicher Färbung, Struktur und entsprechenden Eigenschaften ist die Southern Cypress (= Taxodium distichum) der USA. Ein ebenfalls farblich und strukturell ähnliches Holz mit entsprechenden Verwendungsmöglichkeiten ist das chilenische Nadelholz Alerce (= Filzroya cupressoides).

Anmerkungen
In England und teils auch im internationalen Holzhandel wird die Bezeichnung Redwood auch für europäische Kiefernhölzer, z. B. Baltic Redwood, verwendet

 

 

Literatur

Dahms, K.-D.: Redwood. Holz-Zbl. Nr. 30, 1958.
Gottwald, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag, Hamburg 1958.
US. Dep. Agr.: Redwood, Washington 1959

Gewicht frisch

850 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

37 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

58 N/mm²

Bilder