Pitch Pine

USA Loblolly Pine (Pinus taeda); Longleaf Pine (Pinus palustris); Shortleaf Pine (Pinus echinata); Slash Pine (Pinus elliottii); Southern Yellow Pines, Southern Hard Pines (Sammelnamen); Mittelamerika Honduras Pitch Pine, Nicaragua P. P.


Kurzzeichen DIN EN 13556

PNPL

Verbreitung

Südöstliche Vereinigte Staaten, Bahamas und Mittelamerika (Guatemala, Honduras, Nicaragua)

Handelsnamen

USA Loblolly Pine (Pinus taeda); Longleaf Pine (Pinus palustris); Shortleaf Pine (Pinus echinata); Slash Pine (Pinus elliottii); Southern Yellow Pines, Southern Hard Pines (Sammelnamen); Mittelamerika Honduras Pitch Pine, Nicaragua P. P.

Kurzbeschreibung

Im Südosten der Vereinigten Staaten sind mehrere Kiefernarten heimisch, deren Holz besonders schwer und harzreich ist. Die Hölzer dieser Gruppe, in der die Sumpfkiefer (Pinus palustris) am häufigsten vorkam, stammten noch aus natürlichen Beständen und wurden meist als Schnittholz oder Balken exportiert. In Deutschland wurde es, soweit überwiegend aus Kernholz bestehend, als Pitch Pine und die mehr splinthaltige Seitenware als Red Pine bezeichnet (vgl. Anmerkungen).

Aufgrund des starken Einschlages wurde der Vorrat an splintarmen und feinjährigen Hölzern so verringert, dass ähnliche Qualitäten nur noch aus Mittelamerika verfügbar sind. Bei diesen Kiefernarten handelt es sich um die im Tiefland vorkommende Pinus caribaea sowie die im Hochland wachsende Pinus oocarpa (vgl. Anmerkungen).

Neben diesen werden aus Wiederaufforstungen im Südosten der USA stammende Kiefernhölzer importiert, die wegen des geringen Alters und schnellen Wachstums oft weitringig, arm an Kernholz oder nur aus Splintholz sind. Im deutschen Handel werden diese meist von Pinus taeda stammenden Qualitäten als Yellow Pine oder Carolina Pine bezeichnet.

Die zuletzt genannten Arten können auch schwere Hölzer liefern, und aus diesem Grunde wird immer wieder ohne Rücksicht auf ihren Splintanteil die Bezeichnung Pitch Pine fälschlich benutzt. Da jedoch die erfolgreiche Verwendung häufig von dem Splint bzw. Kernholzanteil abhängig ist, sollen die darauf hinweisenden Bezeichnungen verwendet werden (vgl. Handelsformen).

Farbe und Struktur

Splint gelblich weiß bis blaß braun; Breite nach Baumalter und Art stark variierend, meist um 5 bis 10 cm, bei Carolina Pine auch breiter. Kernholz gelblich braun bis braun, matt glänzend. Poren nicht vorhanden. Holzstrahlen sehr klein und nur als feine Spiegel erkennbar. Harzkanäle auf Längsschnitten als braune bis schwarze Linien noch wahrzunehmen. Jahrringe durch beidseitig scharf abgesetztes, braunes Spätholz begrenzt. Frühholz gelblich weiß bis blaß braun, in feinjährigen Qualitäten oft nur doppelt bis ebenso breit wie das Spätholz. Gesamtbreite der Jahrringe hauptsächlich von Baumalter, Standort und Art abhängig, von 1 bis 20 mm schwankend; in gutem Kernholz soll die mittlere Jahrringbreite 4 mm nicht überschreiten (vgl.: Eigenschaften). Auf den Längsflächen entstehen durch das dunklere Spätholz betonte Fladern bzw. Streifen.

Gesamtcharakter

Schwere und meist harzreiche Kiefernhölzer, die strukturell sowie farblich dem Oregon Pine (Douglasie) oder dem Lärchenholz ähneln können

Verwendungsbereiche

Pitch Pine und ähnlich schwere Kiefern-Arten werden wegen der guten Festigkeitseigenschaften vorwiegend dort eingesetzt, wo andere Kiefernhölzer, Lärche und Oregon Pine (Douglasie) nicht mehr ausreichen. Hierbei sind wegen der grundsätzlich unterschiedlichen Pilzfestigkeit von Splintund Kernholz diese beiden streng zu unterscheiden. Ein für die Verwendung ebenfalls wichtiger Faktor kann sich, wie bei allen Hölzern mit ausgeprägten Härteunterschieden zwischen Frühund Spätholz, durch die Einschnittrichtung und Ringbreite ergeben (Riftund Fladerschnitt).
Kernhölzer (Pitch Pine) sind besonders geeignet für den Behälterbau und für Filterpressen in der chemischen Industrie; für Decks, Ablaufbahnen und Dockpallen im Schiffbau; Konstruktionsholz für Fenster und Fensterwände, Türen, Treppen, Tore sowie stark benutzte Fußböden; Spurlatten im Bergbau und Teile für den Maschinenbau. Splintware (Carolina Pine, Red Pine) ist im Innenausbau wegen der meist astreinen Qualität für Konstruktionen, wie Rahmen, Fußböden, Treppen und Möbel (massiv und furniert) oder in flächiger Form als Profilbrett für Wand- und Deckenverkleidungen geeignet. Bei stärkerer Beanspruchung sind Hölzer mit engringiger Struktur vorzuziehen.

Austauschhölzer
Im Außen- wie auch Innenbau, bei ähnlichen Beanspruchungen, durch schwere Qualitäten von Oregon Pine (Douglasie) und Lärche.

Anmerkungen
In den USA wird die Bezeichnung Pitch Pine für Pinus rigida und Red Pine für das der hiesigen Kiefer ähnliche Holz von Pinus resinosa verwendet. Alle Southern Yellow Pines werden auch außerhalb der USA angebaut und liefern meist ein dem Carolina Pine ähnliches Holz. Bei den aus Mittelamerika stammenden Lieferungen sind gelegentlich auch Beimischungen des helleren und leichteren Holzes von Pinabete (Pinus pseudostrobus) zu beobachten.

Literatur

Betts, H. S.: The Southern Pines. Americ. Woods; US. Dep. Agr. 1954.
Dahms, K.-G.: Pitch Pine. Holz-Zbl. Nr. 114, 1955.
D. S. I. R.: A Handbook of Softwoods. London 1956.
Gottwald, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag, Hamburg 1958.
Hess, R.: Ocote Pine. Trop. Woods; New Haven, 1956.
Koch, P.: Utilization of the Southern Pines 1/111 US. Dep. Agr. 1972

Gewicht frisch

710 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

56 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

104 N/mm²

Bilder