White Seraya

White Lauan, Bagtikan; Seraya puteh; White meranti', Pendan; Weißes Seraya, Weißes Lauan, Gerutu, Meranti gerutu; Khai kheo, Khiansai; Thinkadu, Tavoy wood, Cho chi, May nao


Kurzzeichen DIN EN 13556

PHWS

Botanische Bezeichnung

Parashorea macrophylla, P. malaanonan, P. tomentella; Shorea contorta; Parashorea aptera

Verbreitung

Philippinen, Borneo, Indochina (Kambodscha, Laos, Vietnam), Burma, Thailand, Malayische Halbinsel, Sumatra, Bomeo.

Handelsnamen

White Lauan, Bagtikan; Seraya puteh; White meranti', Pendan; Weißes Seraya, Weißes Lauan, Gerutu, Meranti gerutu; Khai kheo, Khiansai; Thinkadu, Tavoy wood, Cho chi, May nao

Kurzbeschreibung

Die Handelsbezeichnungen Urat mata oder White Seraya gelten für eine in Südostasien verbreitete Gruppe nahe verwandter Baumarten, deren Hölzer für den europäischen Import zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. In den Handel kommen vorwiegend Kontingente von Nordborneo, zu geringeren Anteilen von Kalimantan, Sumatra und der Malayischen Halbinsel. Urat mata steht den Meranti-Hölzern botanisch nahe und wird in bestimmten Verwendungsbereichen wie Rotes Meranti eingesetzt. Bedingt durch die heterogene Zusammensetzung (verschiedene botanische Arten) zeigt Urat mata deutliche verwendungstechnische Unterschiede, so daß im Handel meist zwei Untergruppen gebildet werden. Die Trennung in Arten- bzw. Handelsgruppen wird, wie bei Rotem Meranti, nach Farbe und Gewicht vorgenommen.

1. Urat mata / White Seraya: Hölzer von geringem bis mittlerem Gewicht (400-650 kg/m3 bei 15% Holzfeuchte) mit einem blaß gelblich- bis rosabraunen Kern. Hierzu zählen bestimmte Arten der Gattung Parashorea (Familie Dipterocarpaceae), im Einzelfall auch solche der verwandten Gattung Shorea. Hölzer dieser Gruppe sind dem Light Red Meranti (Gattung Shorea, Untergattung Rubroshorea) in Aussehen und Eigenschaften sehr ähnlich.
2. Urat mata batu / Heavy White Seraya: Hölzer von mittlerem bis hohem Gewicht (640-800 kg/m3 bei 15% Holzfeuchte) mit gelblich-braunem Kern. Hierzu zählen ausschließlich Arten der Gattung Parashorea. Hölzer dieser Gruppe sind leichteren Qualitäten von Selangan batu (Gattung Shorea, Untergattung Shorea) äußerlich sehr ähnlich.

Farbe und Struktur

Splint hell gelblichgrau, bis 10 cm breit. Kernholz je nach Gruppe unterschiedlich: hell gelblich-bis hell rosabraun (1.); gelb- bis olivbraun und unter Lichteinfluß nachdunkelnd, gelegentlich mit feinen, dunklen Farbstreifen; Oberflächen leicht glänzend (2.). Poren gleichmäßig über den Querschnitt verteilt, grob und zahlreich. Holzstrahlen als Spiegel auf radialen Flächen deutlich erkennbar. Harzkanäle, in Faserrichtung verlaufend und in meist weit auseinanderliegenden tangentialen Bändern angeordnet, farblich kaum vom Holz abgesetzt. Wechseldrehwuchs unterschiedlich stark ausgeprägt. Trockene Hölzer ohne spezifischen Geruch.

Gesamtcharakter

Grob- bis mittelgrob strukturierte, deutlich porige und innerhalb der Gruppen farblich sehr einheitliche Hölzer mit meist schlichtem Holzbild.

Verwendungsbereiche

Vollholz: Konstruktionsholz im Innenausbau bei geringer bis mittlerer Beanspruchung, z. B. für Rahmenwerk, Möbel, Regale, Paletten, Verpackungen (1. und 2.); die schwereren Hölzer (2.) auch für Fußböden (Dielen, Parkett).
Schälfurnier: als Sperrholz für Verschalungen, flächige Verkleidungen (Vertäfelungen), Füllungen, Böden, Rückwände etc

Austauschhoelzer

1. Urat mata: Als Vollholz und Schälfurnier ähnlich zu verwenden wie llomba, Limba/Fraké, Light Red Meranti, Gelbes Meranti, Weißes Meranti, Onzabili, Okoumd und vergleichbare Hölzer der Familie Burseraceae, Virola. Für einen optimalen Einsatz müssen jedoch im Einzelfall unterschiedliches Gewicht, Gehalt an stumpfenden Kieseleinlagerungen, Abmessungen der Stämme und Aspekte der Wirtschaftlichkeit der auszutauschenden Hölzer berücksichtigt werden.

2. Urat mata batu: Als Vollholz im Innenausbau (siehe Anmerkungen) ähnlich zu verwenden wie Eiche und Austauschhölzer, Keruing, Kapur sowie Dark Red Meranti wenn Farbe kein Auswahlkriterium ist.

Literatur

Choo, K.T & C. Lim (1986): Malaysian Timbers — Gerutu. Timber Trade Leaflet No. 101. MTIB and FRIM, Kuala Lumpur, 8 p.
Dahms, K.G. (1982): Asiatische, ozeanische und australische Exporthölzer. DRW Verlag, Stuttgart, 304 p.
Durand, P. Y. (1985): Commercial Nomenclature of Shorea and Parashorea. Bois et Forets des Tropiques No. 210, p. 59-66. Espiloy, E.B. (1975): The mechanical properties of Bagtikan from Sibul, Bulacan, Forpride Digest 4 (1), p. 59-61.
Gottwald, H. (1968): L´Identification et l'appelation des bois de Lauan et de Meranti. Bois et Forets des Tropiques No. 121, p.35-45.
Laming, P. (1974): White Seraya. Houtinstituut TNO, Delft.
N.N. (1960): Parashorea malaanonan (Blanco) Merr. FPRL Princes Risborough, Aylesbury, 6 p.
N.N. (1985): White Lauan and White Seraya.
Bois et Forets des Tropiques No. 210, p. 79-88

Gewicht frisch

650-1000 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

57-77 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

33-47 N/mm²

Bilder