Santos- Palisander

caviuna, morado, pau ferro,


Kurzzeichen DIN EN 13556

MHSC

Botanische Bezeichnung

Machaerum scleroxylum

Verbreitung

Zentralbrasilien, Bolivien

Handelsnamen

caviuna, morado, pau ferro,

Kurzbeschreibung

Hölzer mit diesen Bezeichnungen gehören zu den ersten überseeischen Holzarten, die wegen einer besonderen Farbigkeit importiert wurden. Aufgrund ihres begrenzten Vorkommens und der meist nur schwach dimensionierten Stämme war ihr Preis stets hoch und ihre Verwendung beschränkt.
Die für Palisander-Hölzer in Frage kommenden Baumarten sind in weit voneinander entfernten tropischen Waldgebieten verbreitet und wurden in Länder verschiedener Sprache exportiert, hierdurch entstanden zahlreiche und oft verwirrende Holzbezeichnungen. Heute werden alle Arten der nahe verwandten Gattungen Dalbergia und Machaerium mit einem dunkel-farbstreifigen Kernholz und einer mittleren bis groben Porung als Palisander, Jacarandä oder auch mit beiden Namen bezeichnet. Diese zu der Familie der Leguminosen (Fabaceae) gehörenden zwei Gattungen enthalten Holzarten, die sich im Holzbild und den Eigenschaften so weitgehend entsprechen können, dass ihre Unterscheidung oft schwierig ist.

Farbe und Struktur

Splint 2 bis 5 cm breit, weiß bis gelblichgrau und scharf abgesetzt, Kernholz gelblichbraun bis rötlichviolett, oft innerhalb einer Art oder auch schon eines Stammes wechselnd. Alle Palisander/Jacarandä-Hölzer sind in meist unregelmäßigen Abständen durch dunkelbraune oder purpurviolette, violette bis schwarze, oft wellig verlaufende Zonen gekennzeichnet. Sie ergeben auf den Längsschnitten auffällige Fladern und Streifen, fast regelmäßig bei Ostindisch P, teils mit Abweichungen, wie z. B. durch Ohren bei Rio P. und Santos R Bei verschiedenen Arten ist das durch starke Belichtung einsetzende Bleichen bzw. Verfärben nachteilig, so z. B. bei Sisso P. Die Poren sind überwiegend grob, zerstreut, mit dunklen Kernstoffen angefüllt und meist nicht häufig, wie z. B. bei Rio R; mittelgroße und zahlreiche Poren kennzeichnen u. a. den Santos P. Die Holzstrahlen aller Arten sind fein und nur auf glatten Tangentialflächen durch ihre stockwerkartige Anordnung erkennbar. Die Speicherzellen beeinflussen durch feine, helle Fladern nur schwach das Holzbild weniger Arten, wie z. B. bei Siam P.

Verwendungsbereiche

Palisander/Jacarandá-Hölzer werden, außer den extrem harten Arten, wegen des Aussehens und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit zur Herstellung dekorativer Furniere verwendet: so für hochwertige Möbel, Vertäfelungen, Gehäuse und Kästen.
Die Verwendung als Vollholz beschränkt sich auf Gegenstände geringer Abmessungen, wo Holzbild, Härte und Bearbeitbarkeit entscheidend sind: für Griffe, Drechslerwaren, Schnitzereien, Holzblasinstrumente und Bürstenrücken; die sehr harten Arten auch als Klangholz für Marimbas und Xylophone.

Austauschhoelzer

Hölzer verschiedener Gattungen mit ähnlicher Färbung, Steifigkeit und hoher Härte, wie Makassar Ebenholz (Diospyros celebica), Goncalo Alves (Astronium graveolens) und Bubinga (Guibouriia tessmannii u. a.) sowie überwiegend bräunliche Hölzer der Gattung Coria.

Literatur

Gottwald, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag, Hamburg, 1958.
Mello, Eduardo: Contribuição para o estudo de algunas espécies de Jacarandá.
Bras. Forestal, Nr.9,1972, Rio de Janeiro. Pearson, R. S.: Brown, H. P.: Commercial Timbers of India, Vol.1. Gov. India. Calcutta 1932.

Gewicht frisch

1000-1300 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

60-80 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

110-150 N/mm²

Bilder