Bubinga

Ebana, Essingang, Waka


Kurzzeichen DIN EN 13556

GUXX

Botanische Bezeichnung

1) Guibourtia demeusei 2) Guibourtia pellegriniana 3) Guibourtia tessmannii

Verbreitung

1-2) Äquatorialguinea, Cabinda, Gabun, Kamerun, VR Kongo, Nigeria, Zaire 3) Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun

Handelsnamen

Ebana, Essingang, Waka

Kurzbeschreibung

Die strukturell sich sehr ähnlichen Arten der Gattung Guibourtia bilden in Westafrika zwei meist streifige, aber durch ihre Färbung sich deutlich unterscheidende Gruppen: die braunen bis olivbraunen Hölzer Ovengkol und Mutenye und die hell- bis dunkelroten Hölzer, die meist der Gruppe Bubinga zugehörig sind.

Farbe und Struktur

Splint weiß bis blaßgelblich, 4 bis 7 cm breit. Kernholz deutlich abgesetzt, hellrot bis weinrot und häufig durch 1 bis 5 mm breite, dunkelrotbraune oder violette Zonen unterbrochen, die auf dem Querschnitt mehr oder minder ringförmig verlaufen und auf den Längsschnitten zu einem leicht welligen Flader- bzw. Streifenbild führen. Poren mittelgroß bis grob, zerstreut, von geringer Zahl und das Holzbild nur wenig beeinflussend. Holzstrahlen fein und auf glatten Flächen als kleine, bis 1 mm hohe Spiegel noch erkennbar. Speicherzellen auf Querschnitten als sehr feine und helle, die Zuwachszonen begrenzende Linien und als kleine, die Poren umfassende Felder sichtbar. Faserverlauf meist mit Wechseldrehwuchs oder auch mit unregelmäßiger Riegelung.

Gesamtcharakter

Rötliche und meist fein violettstreifige, harte Hölzer, die verschiedenen Palisander- und Padoukarten ähneln können; gelegentlich mit Mylo und Gummiadern.

Verwendungsbereiche

Bubinga kann aufgrund des schönen Holzbildes, der guten technischen Eigenschaften und der großen Dimensionen für sehr unterschiedliche Bereiche erfolgreich eingesetzt werden.

Vollholz: für schwere Konstruktionen, Sitzmöbel, Kleinmöbel, Parkett, Treppen, Zierkästen, Bürstenrücken, Griffe, Holzblasinstrumente, Schnitzereien und Drechslerwaren, wie Lampen, Leuchter, Schalen und Knöpfe.

Furnier: für dekorative Anwendungen bei Möbeln, Vertäfelungen, Schaufensterausbau, Vitrinen, Gehäuse, Armaturenbretter und Fahrzeugausstattungen, Die Vielfalt der Anwendungen zeigt, daß es - außer in den Bereichen, wo nur helle oder leichte Hölzer verwendbar sind - nahezu unbeschränkt einsetzbar ist.

Austauschhoelzer

Als Vollholz und Furnier für Burma-Padouk (Pterocarpusmacrocarpus), Pau rosa (Swartzia fistuloides), rotfarbiges Palisander/Jacarandá (Dalbergia spp.) und als Vollholz für Mopane (Colophospermum mopane), Mukusi (Baikiaea spp.) und Mushibi (Guibourtia coleosperma).

Literatur

Anonymus: Bubinga, in Bois et Foret des Tropiques. Nogent-sur-Marne/ Frankreich 173/1977.
Anonymus: Nomenclature Generale des Bois Tropicaux. A.T.I.B.T. Nogent-sur-Marne 1978.
Dahms, K.-G.: Afrikanische Exporthölzer, 2.Aufl., DRW-Verlag, Stuttgart,
1978.
Dietrichs, H. H.: Chem. technologische Merkblätter. Konradin-Verlag, Stuttgart 1978.
Gottwafd, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag, Hamburg 1958.

Gewicht frisch

1050 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

73 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

145 N/mm²

Bilder