Jaboty

Caramaru, caurubaranal, Manoti, Mureillo, Singri-kwari, Quaruba-rana, Warapa kware, Zapallo (siehe "Anmerkungen").


Kurzzeichen DIN EN 13556

EIUN

Botanische Bezeichnung

Erisma lanceolata und Erisma uncinatuma, Familie der Vochysiaceen.

Verbreitung

Waldregion des Amazonas (Brasilien - Peru), Bolivien, Französisch-Guyana, Kolumbien, Surinam und südöstliches Venezuela.

Handelsnamen

Caramaru, caurubaranal, Manoti, Mureillo, Singri-kwari, Quaruba-rana, Warapa kware, Zapallo (siehe "Anmerkungen").

Farbe und Struktur

Splint hellgrau oder durch Pilzbefall bräunlich verfärbt; Breite um 8 cm bis 12 cm, bei sehr alten und starken Stämmen auch geringer. Kernholz deutlich abgesetzt, im feuchten Zustand oder frisch getrocknet gleichmäßig rötlich- bis purpurbraun und später am Licht bis hell bräunlich verblassend, ähnlich dem südostasiatischen Keruing (Merkblatt 48). Poren zerstreut und grob, auf allen Schnittrichtungen erkennbar und das Holzbild beeinflussend; im Kernholz sind die Poren häufig durch feine Häute, sogenannte Thyllen verstopft (nur mit der Lupe erkennbar).
Holzstrahlen fein, auch auf glatten Flächen kaum wahrzunehmen.
Speicherzellen auf Querschnitten als helle, etwa porenbreite und dicht aufeinanderfolgende tangentiale Bänder gut erkennbar, die oft die Hälfte der Flächen bedecken; auf den Längsschnitten verursachen sie radial eine feine sowie dichte, sich farblich abhebende Linierung und tangential eine dichte Fladerung; der anfangs deutliche Farbkontrast diesr Strukturen läßt mit dem Verblassen der Grundfärbung allmählich nach.
Zuwachszonen sind auf Querschnitten nur undeutlich und auf Längsschnitten kaum noch an der unterschiedlich engen Bänderung der Speicherzellen erkennbar. Der Faserverlauf ist überwiegend gerade; Wechseldrehwuchs und die dadurch entstehenden Glanzstreifen fehlen oder treten nur schwach und unregelmäßig auf.

Gesamtcharakter

Im trocken Zustand überwiegend blaß braunes und leicht poriges Holz, welches entsprechend der Schnittrichtung durch eine etwas hellere Speicherzellenstuktur im Holzbild beeinflußt wird.

Verwendungsbereiche

Im Haupterzeugerland Brasilien, wo auch Herkünfte aus Peru verarbeitet werden, wird das Jaboty hauptsächlich im Innenausbau, für Wand- und Dekkenvertäfelungen und Möbel sowie für Schälzwecke und die minderen Qualitäten für Verpackungsmittel eingesetzt. In Europa wird es vor allem als Profilholz für Wände und Decken verwendet, ähnlich nur mäßig farbigen, tropischen Laubhölzern.
Bei einer Verwendung im Außenbau ist der Einsatz auf nicht direkt bewitterte Teile wie zum Beispiel Dachunterschläge zu begrenzen und bei starken Querschnitten ist die erhöhte Schwindung beziehungsweise Quellung zu berücksichtigen.

Austauschhoelzer

Als Vollholz von ähnlicher Dichte und Färbung für den Innenausbau das Abarco/Jequitiba (Merkblatt 17), das südamerikanische Gronfolo rose (Qualea spp.), das Kondroti (M. 30) und das Cedro (M. 38) sowie Hölzer verschiedner Gruppen des Red Meranti (M. 5).

Literatur

Anonymus: Madeiras Tropicais da Amazonia-Brasil. IBDF, Brasilia 1968.

Anonymus: Description general y anatomica de 105 Maderas del Grupo Andino. Junta del Acuerdo de Cartagen, Lima 1981.

Anonymus: Jaboty. Bois et Foret des Tropiques 204. Paris 1984.

Corothie, H.: Estructura Anatomica de 47 Maderas de la Guayana Venezolana. Laboratoria Nacional de Productos Forestales, Merida/Ve. 1967.

Mennega, A. M. W.: Suriname Timbers I. Den Haag 1948.

Louriero, A. A.: und da Silva, M. F.: Catalogo das Madeiras de Amazonica. SUDAM, Balem/Br. 1968.

Druckfestigkeit u12-15

55 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

110 N/mm²

Bilder