Ceiba

in Afrika: Araba, Banda, Doum, Enia, Fromager, Ghe, Kapokier, Ogouma, Onya; in Amerika: Ceibo, Fromager, Kakantrie, Sumauma.


Kurzzeichen DIN EN 13556

CBPN

Botanische Bezeichnung

Ceiba pentandra (= Eriodendron anfractuosum = Bombax pentandrum); Familie der Bombacaceen.

Verbreitung

in Amerika: alle halbtrockenen, tropischen Wälder oder inselartig in lichten Feuchtwäldern; in Afrika und Asien

Handelsnamen

in Afrika: Araba, Banda, Doum, Enia, Fromager, Ghe, Kapokier, Ogouma, Onya; in Amerika: Ceibo, Fromager, Kakantrie, Sumauma.

Kurzbeschreibung

Fuma gehört zu den besonders weit verbreiteten und auch häufig vorkommenden Holzarten; obwohl ursprünglich nur in den Tropen Amerikas bekannt, wurde diese Art schon vor Jahrhunderten für die Erzeugung der als Polstermaterial verwendeten Kapok-Samenfasern in Asien, vor allem aber in Afrika heimisch gemacht. Heute kommt Fuma sehr häufig in Afrika vor, von wo dieses leichte Holz, wie auch aus dem tropischen Amerika, regelmäßig importiert wird.

Farbe und Struktur

Splint hellgrau bis gelblichweiß; teilweise auch mit leicht rosagrauer Tönung; ohne Ausbildung von Kernholz. Poren grob und überwiegend zerstreut, im Frühholz teilweise häufiger und größer als im Spätholz; Porenrillen auf allen Längsschnitten deutlich, oft etwas gewunden verlaufend und dunkler als das umgebende Holz. Holzstrahlen auf glatten Querschnitten als Strahlenmuster und auf Längsschnitten als niedrige Spiegel oder tangentiale Strichelung von blaß brauner Färbung noch erkennbar. Speicherzellen (vertikal), obwohl den größten Teil des Holzes bildend, sind nur mit einer Lupe auf glatten Querschnitten als eng aufeinanderfolgende, tangentiale Schichten erkennbar; sie verursachen als stets dünnwandige Zellen das niedrige Holzgewicht. Faserverlauf (Faserrichtung) unregelmäßig bis schwach wechseldrehwüchsig; die Zuwachszonen sind unterschiedlich deutlich begrenzt und können in Abhängigkeit vom Standort oft mehrere Zentimeter breit sein.

Gesamtcharakter

Hellfarbiges, sehr leichtes Holz mit teils unruhigem Faserverlauf, aber sonst schlichtem Holzbild.

Verwendungsbereiche

Aufgrund der niedrigen Festigkeitswerte und des geringen Gewichtes ist Fuma (Ceiba) für die Herstellung von Platten, vor allem Tischlerplatten mit Staboder Stäbchenmittellagen, und leichten Einwegverpackungen geeignet; die Platten können ausschließlich aus Fuma (Ceiba) aufgebaut sein oder zur Verbesserung der Oberfläche mit härteren Außenfurnieren beschichtet werden. Die Verwendung als Vollholz ist hauptsächlich auf Blindhölzer, leichte Paletten, Verpackungen, Isoliermaterial, Schuhsohlen und Modellbau beschränkt.

Austauschhoelzer

teilweise für llomba , Kapokier (Bombax buonopozense), Okoume und das südamerikanische Samohu (Chonsia speciosa) oder auch für Abachi, Balsa (Ochroma lagopus) und leichte Pappelhölzer.

Literatur

Anonymus: Fuma. Förderung afrikanischer Tropenhölzer, 1982.
Anonymus: Fromager. Rev. Bois et Forets des Tropiques 163, Nogent-sur-Marne/F. 1975.
Dahms, K.-G.: Afrikanische Exporthölzer. DRW-Verlag, Stuttgart 1979.
Farmer, R. H.: Handbook of Hardwoods.
B.R.E. Princes Risborough/GB 1972. Gottwald, H.: Handelshölzer. F. Holzmann-Verlag, Hamburg 1958.
Schmidt, E.: Westafrikanische Ceiba, Überseehölzer Nr. 34, Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Reinbek. F. Haller-Verlag, Berlin-Grunewald 1952.

Gewicht frisch

900 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

22 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

41 N/mm²

Bilder