Ako

Afrika - Akede, Bonkonko, Chenchen, Kirundu, Mongodou, Oro, Vawi; Asien - Ipoh, Opas.


Kurzzeichen DIN EN 13556

ATTX

Botanische Bezeichnung

Antiaris africana, A. toxicaria, A. welwitschii, Familie der Moraceen.

Verbreitung

Westafrika, Zentral- und Ostafrika, Südostasien

Handelsnamen

Afrika - Akede, Bonkonko, Chenchen, Kirundu, Mongodou, Oro, Vawi; Asien - Ipoh, Opas.

Kurzbeschreibung

Die steigende Nachfrage an vielseitig einsetzbaren, hellen und leichten Hölzern sowie die deutlich gestiegenen Preise für die bisher verwendeten klassischen Hölzer dieser Gruppe verstärken das Interesse an entsprechenden Austauschhölzern. Hierbei werden Importhölzer, wie z. B. Limba oder Koto, sowohl technisch als auch bei den Kosten zum Vergleich herangezogen. Von weiterer Bedeutung sind außerdem die langfristige Verfügbarkeit, die Dimensionen der Stämme und das Verhalten des Rohholzes bei längeren Transportzeiten hinsichtlich Verfärbungen oder Befall durch Pilze. Aus diesem Grunde sind die hier in der westafrikanischen Bezeichnung Ako eingeschlossenen Antiaris-Hölzer aus Ostafrika und Südostasien nur trocken und in bearbeiteter Form, sei es als Schnittholz oder als Furnier, für den europäischen Markt von Bedeutung.

Farbe und Struktur

Splint gelblich weiß und bis 15 cm breit. Kernholz nur unvollständig ausgebildet, von blaßgelber Färbung und vom Splintholz kaum unterscheidbar. Das trockene Holz hat einen auffälligen Glanz und dunkelt am Licht bis hell goldbraun nach. Poren zerstreut, zahlreich, mittelgroß bis grob und in allen Schnittrichtungen noch erkennbar; vereinzelt auch mit dunklen Inhalten. Markstrahlen nur als kleine Spiegel wahrzunehmen und das Holzbild kaum beeinflussend. Speicherzellen nicht erkennbar. Faserverlauf mit meist regelmäßigem und mäßig breitem bis breitem Wechseldrehwuchs, eine deutliche Glanzstreifung hervorrufend. Die Stammenden zeigen häufig einen durch hellen Latex (aus der Rinde) verklebten äußeren Splintring.

Gesamtcharakter

Ako besitzt im Gegensatz zu den sehr ähnlichen Handelshölzern Emien/Alsto-nia (Westafrika), Jelutong und Pulai (Südostasien) keine spaltförmigen (tangential) und bis mehrere Zentimeter hohe, radiale Latexkanäle.

Verwendungsbereiche

Schälfurniere für Sperrhölzer einschließlich Industriesperrholz; Messerfurniere, vor allem als Streifer, für Möbel, Türendecks und Innenausbau; als Vollholz für Leichtkonstruktionen und Verpackungen. In allen Formen der Zurichtung auch für Imitationen geeignet.

Austauschhoelzer

Abachi (Wawa, Samba), Alstonia, Aiele, Assacu, llomba, Jelutong, Keledang (leicht), Koto, Limba, Linde, Meranti (Light-/ Red/Yellow/White), Olon tendre, Pappel, Virola; für Vollholz: Abachi, Alstonia, Aiele, Assacu, llomba, Jelutong, Light Red Meranti, Virola.

Literatur

Anonymus: Ako. Bois et Forets des Tropiques, 97. C.T.F.T. Paris, 1964.
Dahms, K.-G.: Afrikanische Exporthölzer. DRW-Verlag, Stuttgart 1978.
Desch, H. E.: Manual of Malayan Timbers, Vol. II, Singapur, 1954.
Farmer, R. H.: Handbook of Hardwoods. RRE Princes Risborough/GB, 1972.
Gottwald, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag, Hamburg 1958.
Sallenave, P.: Proprietes Physiques et Mecaniques, Suppl. II. C.T.F.T. Paris, 1971.

Gewicht frisch

800 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

38 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

64 N/mm²

Bilder